"Geburt und Tod

 

und das Leben dazwischen"

 

 

 

31. Okt. - o3. Nov. 2019 

 

 

 

 

Geburt und Tod stellen nicht nur Anfang und Ende unseres individuellen Lebens dar, sondern prägen in einem erheblichen Maße unser  erlebtes und gelebtes Leben „dazwischen“. Nach Erich Fromm ist die Geburt „nicht ein augenblickliches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang. Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden, und seine Tragödie, dass die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind.“ Einer der existenzialistischen Grundgedanken ist, dass die Faktizität des physischen Todes den Menschen zugleich zerstöre und rette – letzteres deshalb,  weil unsere Endlichkeit uns erst „voll und ganz“ ins Dasein bringe. Denn ein unendliches Leben würde wohl Vergangenheit und Zukunft, jeden Augenblick und jede Handlung entwerten; alles wäre  „gleich-gültig“. Erst die Endlichkeit würde unserer Existenz „End-Gültigkeit“ und damit Intensität und Individualität, Würde und Wert, Sinn und Bedeutung verleihen. Die Auswirkungen der Versuche, Geburt und Tod zu verdrängen, seien demnach tragischer für unsere Existenz als Geburt und Tod selbst!

 

  

 

     

* * *

 

 

 

"Existenz und Gestalt:

 

Existenzielle Aspekte der Gestalttherapie"

 

 

14. - 16. Feb. 2020

 

 

Die Existenzphilosophie bzw. der Existenzialismus gilt als eine der philosophischen Wurzeln der Gestalttherapie. Was aber macht eine Psychotherapie zu einer „existenziell orientierten“?

Nach Ken Wilber liegt die existenzielle Ebene zwischen den sog. personalen und transpersonalen Ebenen. Inhaltlich geht es deshalb „nicht mehr nur um Konflikte mit unterdrückten instinkthaften Antrieben oder mit internalisierten bedeutsamen Erwachsenen“, sondern stattdessen um Konflikte, die „aus der Konfiguration des Individuums mit den Gegebenheiten der Existenz hervorgehen.“ Damit meint Yalom (1989) „bestimmte letzte Dinge, bestimmte intrinsische Eigenschaften, die ein Teil, und zwar ein unausweichlicher Teil  des menschlichen Wesens in der Welt sind.“ Solche Themen sind  Sinnfindung und -leere, Einsamkeit und Gemeinschaft, Notwendigkeit und Freiheit, Geworfen-sein und Sich-entwerfen, Engagement und Verantwortung, Selbstsein und Selbstentfremdung, Leiblich-keit und Bewusstsein zwischen Habens- und Seinsmodus, ein existenzielles Verständnis von Stimmungen und Gefühlen (z.B. von Angst und Verzweiflung), existenzielle Kommunika-tion und Grenzsituationen (z.B. Geburt und Tod, Leid und Schuld), Existenz und Transzendenz. In diesem Seminar wollen wir einige ausgewählte Themen der Existenz-philosophie in Bezug  auf unser eigenes Leben erkunden (Selbsterfahrung und Austausch), ihre Relevanz für die psychotherapeutische Praxis reflektieren und diskutieren, sowie Möglichkeiten des gestalttherapeutischen Arbeitens damit erproben.

 

Dieses Seminar erfolgt in Zusammenarbeit mit der  "Gestaltakademie" des Instituts für Integrative Gestalttherapie Würzburg (IGW).

 

 

 

 

   

Beide Seminar sind offen für alle Interessenten. Teil-nahmevorsetzung ist eine gesunde körperliche und seelisch-geistige Verfassung und Belastbarkeit. Die Teilnahme erfolgt in voller Selbstverantwortung! Ihre Anfrage richten Sie bitte an die Schule für Initiatische Gestalttherapie. Sie erhalten dann gerne detaillierte Informationen. 

 

 

Beide Seminare werden auf die Schulung/Weiterbildung in Initiatischer Gestalttherapie angerechnet.